Stoffhandel

In den ersten Jahren des 20. Jahrhunderts sind feste, mittelschwere Stoffe in der Kostümmode vorherrschend. Die Kostümstoffe sind mittelfein und fein. Ab 1910 setzt der Trend zu fließenden Stoffen ein. Um 1910 sind die aktuellen Kostümstoffe mittelfein, fein, leicht und mittelschwer. Fließende Stoffe werden annähernd zehn Jahre lang favorisiert. Ab 1920 tragen die Frauen wieder verstärkt Kostüme aus festen Stoffen, Kostüme aus fließenden Stoffen werden zunehmend verdrängt. Um 1920 sind Kostüme aus groben, schweren Stoffen als auch Kostüme aus feinen, leichten Stoffen in der Alltagsmode vertreten. In den folgenden Jahren werden in der Kostümmode überwiegend feste, mittel-schwere Stoffe verarbeitet. In Bezug auf die Feinheit der Stoffe ist Facettenreichtum angesagt. In den 1920er Jahren werden feine, mittelfeine und grobe Stoffe präferiert. Für die Kostüme der Jahre 1927-31 ist Variantenreichtum bezüglich der Stoffe angesagt.

Zum einen sind grobe, schwere Stoffe aktuell, andererseits bevorzugt die Frau Kostüme aus leichten, fließenden Geweben. Zu Beginn der 1930er Jahre sind Kostüme sowohl aus festen als auch aus fließenden Stoffen modisch aktuell. In den 1930er Jahren sind die Kostümstoffe überwiegend fest, mittelfein und mittelschwer. Während der Kriegsjahre dominieren schwere, grobe und feste Stoffe. Ende der 1940er Jahre erfolgt eine Abkehr von den groben, schweren Stoffen. Feine, mittel schwere, feste Gewebe prägen die Kostümmode der 1950er Jahre. Um 1962 sind Tweedstoffe bei den Kostümen der absolute Favorit. Grobe und auch feine, schwere Stoffe sind en vogue. Für die folgenden Jahre sind grobe, feste und mittelschwere Stoffe typisch für die Kostümmode. Die derben Stoffe sind auch in den anfänglichen 1970er Jahren noch modern. Während der 1970er Jahre bleiben feste, mittelschwere Stoffe hochaktuell. Diese Stoffe behaupten sich auch in den 1980er Jahren. Der Trend zu feinen Stoffen setzt wieder verstärkt ein.