Trenchcoat

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts sind die Trenchcoats mehrheitlich ungemustert. Um 1910 werden Art-Deco-Motive in die Mantelstoffe eingewebt, aufgedruckt oder appliziert. Die Muster sind großflächig gestaltet. Ab 1915 weisen die Trenchcoats kleine geometrische Muster auf, Fischgrätmuster erfreuen sich besonderer Beliebtheit. In den 1920er Jahren sind neben den ungemusterten Trenchcoatsn Trenchcoats mit Sprenkelmustern, Mehrtonmustern modisch attraktiv. Typisch für die Mantelmode der 1930er Jahre sind Fischgrätmuster, Sprenkelmuster und Nadel Streifenmuster. In den Kriegsjahren dominieren ungemusterte Trenchcoats. Ab 1948/49 sind Fischgrät und Karomuster modisch hochaktuell. 1952/53 sind Muster wie Fischgrat, Hahnentritt und Glencheck modisch chic. Mitte der 1950er sind Sommer-Trenchcoats mit floralen Mustern, Punkten oder Streifen en vogue.

Ende der 1950er Jahre haben Trenchcoats mit floralen Mustern modisch ausgedient, geometrische Muster gewinnen zunehmend an Bedeutung. Ab 1961/62 bevorzugt die Frau Trenchcoats mit großem Fischgrätmuster und Sprenkelmuster. Der Trend zu großen geometrischen Dessinierungen bei den Trenchcoats setzt sich fort. Trenchcoats mit großen Schachbrettmustern, mit vertikalen und horizontalen kontrastfarbenen Stoffstreifen sind typisch für die Mode der 1960er Jahre. Kleine Karodessinierungen sowie Schachbrettmuster als auch Muster aus der internationalen Folklore schaffen bei den Trenchcoats der anfänglichen 1970er Jahre die Möglichkeit differenzierten Ausdrucks. Zum Ende der 1970er Jahre werden neben den kleingemusterten Trenchcoats bevorzugt ungemusterte Trenchcoats getragen. In den 1980er Jahren dominieren die ungemusterten Trenchcoats. Längsstreifen, Fischgrat und Glencheck als Dessinierungen beleben die Mantelmode der 1980er Jahre. Ab 1991 werden in der Mantelmode großflächige geometrische Muster modern.